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Die Farbe der Eier wird von den Genen bestimmt. Es stimmt die Faustregel, braune Hühner legen braune Eier und weiß gefiederte Hühner weiße, ist aber nicht zwingend. Vielmehr gilt die Farbe der so genannten Ohrscheiben als Kennzeichen dafür, welche Farbe die Eier voraussichtlich haben. Hühner mit roten Ohrscheiben legen in der Regel braune Eier, Hühner mit weißen Ohrscheiben legen weiße Eier. Warum dies aber so ist, ist bisher ungeklärt. Die Vorstellung, dass weiße Eier aus der Käfighaltung stammen und braune aus artgemäßer Hühnerhaltung ist längst überholt. Die Eierschalenfarbe sagt nichts über die Haltungsform der Hühner aus.
Eier sind eines der vielseitigsten und unentbehrlichsten Nahrungsmittel. Als Lebensmittel versteht man unter Ei ausschließlich das Produkt des Huhnes. Eier werden schon seit Beginn der Geschichte gegessen. Sie wurden als Symbol der Lebens und der Fruchtbarkeit verehrt. Die Schale repräsentiert die Erde, das Eiklar das Wasser, der Dotter das Feuer und die Luftkammer die Luft. Für die Christen sind die Eier ein Symbol der Wiedergeburt. Sie werden gekocht, verziert und zu Ostern verschenkt. Früher wurden auf den meisten Bauernhöfen frei laufende Legehühner gehalten. Heute stammen die weitaus meisten gehandelten Eier von so genannten Batteriehennen. Hinsichtlich des Nährwertes besteht kaum ein Unterschied zu den Eiern von natürlich gehaltenen Hühnern. Allerdings haben Eier von Freilandhühnern einen kräftigeren Geschmack und einen kräftiger gefärbten Dotter, da diese Hühner natürliches Futter bekommen. Also lieber ein paar Cent mehr bezahlen und ein Freilandei kaufen.
Das Ei, besonders der Eidotter, enthalt Nähr- und Wirkstoffe in konzentrierter leicht verdaulicher Form. Die Nährstoffe des Eies können vom Menschen zu 94% aufgenommen werden. Das Eiweiß ist dem Eiweiß von Milch, Fisch und Fleisch gleichzusetzen. Im Fett des Eidotters sind 31,7% Lezithin und Cholesterin enthalten. Weichgekochte Eier oder Rühreier sind leichter verdaulich als rohe. Hartgekochte Eier sind schwerer verdaulich. Gebratene oder gebackene Eier sind aufgrund der gebildeten Röststoffe auch schwerer verdaulich als weichgekochte Eier. Eier enthalten fast keine Kohlehydrate, haben aber wegen des Fettgehaltes des Eidotters einen hohen Energiewert.
Hühner legen plötzlich nicht mehr
Dies hört man von Hühnerzüchtern öfters, hat aber meist einfache Gründe: Ein Huhn bemerkt den herannahenden Winter, indem die Tage kürzer werden. Da aber normalerweise Hühner im Winter keine Eier legen, kann man ihnen den Frühling "vorgaukeln", indem man elektrisches Licht im Stall installiert. Als Richtwert sind hier 14 Stunden Licht inklusive Tageslicht anzunehmen, sollte aber nicht mehr sein. Auch Futter- und Wassermangel und sei es nur für zwei Tage, ist eine häufige Ursache und kann das Huhn veranlassen, in die Mauser zu gehen und die Eierproduktion einzustellen. Die Wasserversorgung ist ein oft unterschätzter Faktor in der Hühnerhaltung. Der Grund für plötzlichen Einbruch der Legeleistung oder sogar Mauser ist zu 80% ein akuter Wassermangel. Die Mauser erkennt man, indem im Nackenbereich des Huhnes nach ca. 1-2 Wochen neue Federkiele zu schieben beginnen. Da kann man nur warten, bis die Legephase wieder einsetzt.
Ein Hühnerstall sollte genügend Raum bieten, um Hühnern aufgrund schlechter Witterung einen ganztägigen Aufenthalt im Stall zu gewährleisten. Besonders ist darauf zu achten, dass eine ausreichende Belüftungsmöglichkeit vorhanden ist, z. B. Fenster. Ab einer Bestandsdichte von ca. 4 Hühnern pro qm ist eine Zwangsbelüftung mittels Ventilator notwendig.. Die Stalltemperatur darf nicht unter 10 Grad fallen, wenn Wert auf die Legeleistung gelegt wird. Bis zu dieser Temperatur können Hühner ihren Energiebedarf durch zusätzliche Aufnahme von Futter kompensieren. Unterhalb dieser Temperatur lässt die Legeleistung nach. Ist die Legeleistung nicht so wichtig, dann darf die Stalltemperatur nicht unter dem Gefrierpunkt sein, um die Wasserversorgung zu gewährleisten. Die Einstreu sollte so dick sein, dass sie immer trocken ist (10-15cm). Für Kleintierhaltung hat sich hierbei vor allem die Hobelspäneeinstreu bewährt. Nicht gehäckseltes Stroh ist weniger geeignet, da es zur Plattenbildung neigt und dann weniger Feuchtigkeit aufnimmt, ja sogar nass wird. Absolut ungeeignet ist Heu, denn Hühner schlucken ganze Halme, diese verschlingen sich im Kropf und führt zu sogenannten Kropfwickeln. Die Tiere verhungern anschließend regelrecht. Damit die Hühner auch im Winter Eier legen, darf die Dauer vom "Tageslicht" nicht unter 14 Stunden fallen. Das bedeutet, dass eine zusätzliche Beleuchtung nötig ist, die man über eine Zeitschaltuhr steuern kann. Die Fütterung erfolgt am besten über spezielle Futtertröge, die etwas von der Einstreu erhöht stehen, jedoch von allen Hühnern leicht zugänglich sind. Hierbei gilt: pro Tier ca. 10-15cm Trog. Um den Futterverlust zu minimieren, sollten die Tröge nicht voller als 2/3 sein. Für die Wasserversorgung sollte man nicht einfach einen Eimer Wasser in den Stall stellen und hoffen, dass die Hühner ihn finden. Abgesehen davon tritt viel zu schnell die Verschmutzung des Wasser ein. Bis zu einer Bestandsgröße von 20 Tieren haben sich Stülptränken bewährt. Es ist darauf zu achten, dass diese etwas höher als die Einstreu aufgestellt werden. Ab dieser Bestandsgröße rentiert sich schon eine automatische Wasserversorgung über Vorlaufbehälter und zugehörige Rund- oder Nippeltränken. Eine Rundtränke mit 30cm Durchmesser ist für ca. 75-100 Hühner ausreichend.
Milben sind eine der häufigsten Parasiten in der Hühnerhaltung. Sie sind häufig zu finden unter Sitzstangen und in Legenestern. Seltener findet man sie tagsüber direkt auf dem Huhn, da sie eher nachtaktiv sind. Der Befall kann so schlimm sein, dass Hühner soweit geschwächt werden, dass dies zum Tode führen kann. Erkennbar ist der Befall durch schwache unruhige Tiere, blasse Kämme und Blutspritzer auf der Eierschale. Nüchterne Milben sind blass, satte Milben sind so mit Blut gefüllt, dass sie die rotbraune Farbe angenommen haben. Eine chemische Bekämpfung im Bestand gestaltet sich recht schwierig, da kein 100%ig wirksames Präparat am Markt verfügbar ist und zunehmend Resistenzen auftreten.
Es gibt die unterschiedlichsten Legenester-Systeme, wie z. B. Gemeinschaftsnester, Einzelnester, Fallnester, Tunnel-Nester usw. Die Nester sollten an möglichst dunklen, zugfreien und vor Störungen geschützten Stellen angebracht werden. Wenn Hühner bereits vor Legebeginn eingestallt werden (ca. 18 Wochen), akzeptieren sie die Nester eher. Die Höhe der Nester spielt nicht die entscheidende Rolle. Es hat sich aber gezeigt, dass höher liegende Nester etwas besser angenommen werden. Entscheidend ist hierbei allerdings die Erreichbarkeit durch Anflug- und Sitzstangen. Es ist aber zu prüfen, ob die Nester nicht von Parasiten wie z.B. Milben befallen sind.
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